11. Oktober 2021

Bertalanffy Lecture zum Thema vergleichende Genomik findet wieder statt

Heidelberg. Welche Gene sorgen dafür, dass ein Hund groß oder klein wird? Welche sind dafür verantwortlich, ob er spitze Ohren oder Schlappohren ausbildet? Diese Fragen aus der Genanalytik sind Thema bei der diesjährigen, wieder von der Klaus Tschira Stiftung geförderten Bertalanffy Lecture am 14. Oktober 2021.

Das Centre for Organismal Studies (COS) der Universität Heidelberg lädt dazu um 14 Uhr in einem Online-Vortrag speziell für Schülerinnen und Schüler ein. Im Anschluss findet ein weiterer Vortrag für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler statt. In beiden Veranstaltungen erklärt die amerikanische Genetikerin Elaine Ostrander vom National Human Genome Research Institute in den USA, wie Gene das Aussehen und die Größe von Hunden bestimmen und wie die Erkenntnisse darüber auch Menschen helfen können. Die Bertalanffy Lecture wird von der Klaus Tschira Stiftung gefördert.

Elaine Ostrander forscht an den Genomen von Haushunden. Obwohl alle Hunde miteinander verwandt sind, unterscheiden sie sich optisch sehr. Züchter wählten Rassehunde schließlich über Jahrhunderte hinweg nach speziellen Merkmalen aus. Viele dieser Merkmale, wie etwa die Größe, können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler heute der Aktivität bestimmter Genen zuordnen. Dieses Wissen über die Funktion von Genen kann auch auf den Menschen übertragen werden. So untersucht Ostrander unter anderem, welche Gene mit der Anfälligkeit für Krebs in Verbindung stehen.

Die Bertalanffy Lecture am Centre for Organismal Studies richtet sich speziell an Schülerinnen und Schüler, die sich für Naturwissenschaften interessieren. Sie können im Anschluss an den Vortrag direkt mit der Referentin sowie den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des COS diskutieren. Auch Interessierte anderer Altersgruppen sind herzlich willkommen. Zur Teilnahme am Online-Vortrag ist eine kostenlose Registrierung notwendig unter: bertalanffy. (bertalanffy-live.de). Die Veranstaltungsreihe erinnert an Ludwig von Bertalanffy, einen bedeutenden Biologen und Systemtheoretiker des 20. Jahrhunderts.